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Costa Calida

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Die Costa Calida (heisse Küste) umfasst ausser den Stränden des Mar Menor, Aguilas und Mazarrons auch einen Abschnitt der spanischen Küste, an dem sich die rauhen Berglandschaften  wüstenartig bis zum Meeresufer fortsetzen. Zu ihr gehören auch Oleandersträucher, Feigenkakteen und Zwergpalmen, sowie hier und dort verfallene Wachtürme, die an die Gefahren erinnern, die früher von den Seeräubern drohten, und es herrscht eine Atmosphäre wie zu den Zeiten, als seefahrende Abenteurer ausfuhren, um mit vollbeladenen Schiffen zurückzukehren.

Der Gegensatz zwischen den alten Küstenorten und den Städten auf dem Lande, die von der fast mythischen Fruchtbarkeit der Flussebene des Rio Segura wie auch von ihren Baudenkmälern  geprägt sind, könnte in einem Reisenden den Anschein erwecken, dass die Entfernung zwischen ihnen viel grösser ist als in Wirklichkeit.


Die Provinz Murcia ist eine kleine Region, in der man auf einer kurzen Erkundungsfahrt -die am weitesten voneinander entfernten Punkte liegen nur 100 km auseinander- die unterschiedlichsten Orte  kennenlernen kann. Die Bergwerke, die “Huerta” - das bewässerte Gartenland - und das Gebirge waren, zusammen mit dem Küstenstreifen, die Schauplätze ihrer Geschichte, deren Ereignisse manchmal wie Sagen oder Legenden anmuten.

Das Kunsthandwerk dieser Region ist ein weiteres Beispiel für das kulturelle Vermächtnis und findet seinen Ausdruck in Töpferarbeiten, in seiner Krippentradition und in den Stickereiwerkstätten. Man darf keineswegs die Gastronomie dieser Region vergessen. Sie ist so wie die mediterrane Diät ganz allgemein sehr reichhaltig und vielfältig und wird durch das einmalige Anbaugebiet in Murcia, der ”Huerta", einer fruchtbaren, bewässerten Ebene, geprägt. Wenn Sie in Deutschland spanisches Obst oder Gemüse kaufen, stammt es nicht selten aus eben dieser Region.

Wenngleich das kulturgeschichtliche Vermächtnis von grosser Bedeutung ist, darf man ihre Feste nicht ausser Acht lassen, zumal sie zu einer nationalen Fremdenverkehrsattraktion erklärt worden sind. Zu den wichtigsten Festen gehören: die Osterwoche in Murcia, Cartagena und Lorca, Karneval in Aguilas, der Umzug (”Bando") in der Huerta oder die populäre “Bestattung der Sardine".

Murcia (346.000  Einwohner), die Hauptstadt der Autonomen Region Murcia, liegt am Fluss Segura. Sie wird von der bereits erwähnten "Huerta" umgeben, in der Apfelsinen und andere Zitrusfrüchte, Getreide, Oliven, Paprika und andere Gemüse erzeugt werden. Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt sowie Handels- und Bergbauzentrum. In den Industriebetrieben werden u. a. Nahrungsmittel verarbeitet sowie Spirituosen, Textilien, chemische Erzeugnisse, Bekleidung, Möbel und Baustoffe hergestellt. Die Seidenherstellung in Murcia geht bis ins Mittelalter zurück. Enge, verwinkelte Gassen kennzeichnen die nördlich des Flusses gelegene Altstadt. Hier kann man, wie in der ganzen Provinz, eine grosse Anzahl von Bauwerken und Kunstschätzen der verschiedenen Geschichtsepochen, wie die arabischen Burgen und Festungen, römische Dörfer, die Kirchen und die weltlichen Prunkbauten des Barocks und der Renaissance, bewundern. Das Flussufer ist von Promenaden gesäumt. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Ermita de Jesus ist heute ein Museum mit Kunstwerken des einheimischen Bildhauers  Francisco Salzillo. Die Kathedrale Santa Maria wurde im 14. Jahrhundert auf den Fundamenten der ehemaligen Hauptmoschee errichtet und im 18. Jahrhundert restauriert.

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